22. Türchen

Heute ist es endlich so weit.

Nein, es ist noch nicht Weihnachten und die Welt geht heute wahrscheinlich auch nicht unter. Dafür ist heute aber der erste Tag der Weihnachtsferien. Bis gestern mussten die meisten noch zum Studium, in verschiedene Vorlesungen, in die Bibliothek oder in die Schule, hatten Stress mit Prüfungen, Übungen, Arbeiten oder Seminaren.

Dabei sollte der Advent doch eine Zeit der Besinnung werden. Wir wollten uns doch Zeit nehmen, wachsam zu sein und uns auf die Ankunft des Herrn vorzubereiten. Aber zum gestressten Studienalltag kamen verschiedene Weihnachtsfeiern dazu, man musste Geschenke kaufen, Plätzchen backen und hatte auf jeden Fall viel zu tun. Habt ihr dabei Zeit gefunden, euch zu besinnen und euch über die Ankunft des Herrn zu freuen?

Aber heute ist es endlich so weit.

Die meisten können nach Hause zu ihren Familien fahren oder haben das schon getan. Dabei kann man endlich den Studienalltag hinter sich lassen und am Ende der Adventszeit und in der kommenden Weihnachtszeit Ruhe und Besinnung finden.

Und wer damit gleich anfangen will kann nun in Gedanken oder auch mit leiser Stimme folgendes Lied singen:

Stille lass mich finden, Gott, bei dir.
Atem holen will ich, ausruhen hier.
Voller Unrast ist das Herz in mir,
bis es Frieden findet, Gott, in dir.

Lassen will ich Hast und Eile,
die mein Tagewerk bestimmen,
die mich ständig weitertreiben.
Innehalten will ich, rasten.

Will vergessen, was die Augen,
was die Sinne überflutet,
diese Gier: Das muss ich sehen.
Ruhen sollen meine Augen.

Lassen will ich alles Laute,
das Gerede und Getöne,
das Geschrei und das Gelärme.
Schließen will ich Mund und Ohren.

Will vergessen meine Sorgen:
Was ist heut und was wird morgen?
Ich bin ja bei dir geborgen,
du wirst allzeit für mich sorgen.

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